Geschichte Pfeil e.V.

Obwohl die Gründungen vom „Pfeil e.V.“ und der Stiftung „Kinder ohne Grenzen“ zeitlich versetzt sind, liegen die Entstehungsgründe sehr nahe beieinander:

Das Ehepaar Gisela und Hansjosef Buchkremer, beide Sonderpädagogen mit intensiv sozialpädagogischer und sozialarbeiterischer Ausrichtung, hatte Ende der sechziger Jahre auf der Grundlage eines alten Bauerhofes auf der Nordseeinsel Terschelling NL ein Schullandheim entstehen lassen.

Der Kreis Heinsberg hat über viele Jahre Schulklassen aus dem Kreis bezuschusst, die eine Klassenfahrt in das Schullandheim "Kaapsdüne" unternahmen. Mehrere Schülergenerationen haben Terschelling und Kaapsdüne ins Herz geschlossen.

Als der Kreis sich aus der Förderung zurückzog, bereiteten Betrieb und Akquise den nun nicht mehr jungen Buchkremers solche Mühe, dass sie die Verwaltung und Nutzung einer jungen Initiative übertrugen, die aus dem Lehrstuhl für Allgemeine Heilpädagogik und Sozialpädagogik der Universität Köln (Lehrstuhl-Inhaber Hj. Buchkremer) hervorgegangen war.

Diese Initiative war der „Pfeil e.V.“: Im Zuge der Zusammensicht heil- und sozialpädagogischer Aufgaben verfolgte entsprechend den Akronymen des Pfeil die Initiative eine wissenschaftlich und praktisch verbundene Pädagogik für Erleben, Initiative und Lernen. An der Spitze der Initiative standen die wissenschaftlichen Mitarbeiter des Lehrstuhls Dr. Michaela Emmerich und Diplompädagoge Werner Gierse. Eine unerwartete Unterstützung erfuhr die Initiative durch einen hinzu kommenden Wissenschaftler, Dr. Theo Eckmann, der im Verbund mit Carl Richard Montag, dem Stifter der „Montagstiftung“, Bonn, den „Pfeil e.V.“ wirtschaftlich, weltanschaulich und wissenschaftlich kräftig unterstützte.

Als die Buchkremers sich entschlossen, das Schullandheim Kaapsdünne auf Terschelling zu veräußern, hielten sie an ihrer Ideellen Vorstellung fest, mit pädagogischen Mitteln erlebnisbegründete, prosoziale Mitweltnachbarschaften zu bewirken: Sie stifteten aus dem Erlös einen Fundus von 100.000 DM für das Projekt „Kinder ohne Grenzen“, welches dadurch in den Rang einer bescheidenen Stiftung aufrückte.
Im Laufe der Jahre hat die Stiftung etwa 450 Kinder aus Polen, Russland, Ukraine und Deutschland zu musischem, sportlich spielerischem und intellektuellem Austausch in den verschiedenen Heimaten ihrer Herkunftsländer zusammen geführt. Wirtschaftlich und weltanschaulich unterstützt wurden die kostspieligen und ehrenamtlich höchst arbeitsintensiven Projekte anfänglich von der „Montagsstiftung“ und bis heute von der Stiftung der Kreissparkasse Heinsberg für Völkerverständigung, weiterhin von den Bürgermeistern Franciszek Fejdych und Sinowij Andriyowytsch der Gemeinden Prudnik (PL) und Nadwirna (UA). Aus vielen ehrenamtlichen Helfern des Kölner Teams, vorwiegend Studenten, ragt hervor Thomas Vornholt und Diplompädagoge und Moderator Uli Groneick; bei den Partnerteams profiliert sich das „Frauen-Quadrumvirat“ Wanda Jakimko, Ludmila Lisowska, Janina Mokrska und Kasia Wołoszyn aus Prudnik(PL); aus dem Partnerteam der Ukraine heben sich singend und erziehend der Lehrer Roman Sadruk und seine ebenfalls singende Kollegin Svitlana Pasishnyuk hervor.