Satzung Pfeil e.V.

Satzung des PFEIL e.V. vom 26.9.1994 § 1 Name und Sitz

(1)  Der Verein trägt den Namen "Pädagogik für Erleben, Initiative, Lernen (PFEIL) e.V."

(2)  Er hat seinen Sitz in Köln.

(3)  Er soll in das Vereinsregister eingetragen werden.

(4)  Das Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr.

§ 2 Zweck

(1)  Der Verein verfolgt ausschließlich und unmittelbar gemeinnützige Zwecke im Sinne des Abschnittes "Steuerbegünstigte Zwecke" der Abgabenordnung vom 1. 1. 1977.

(2)  Zweck des Vereins ist die Förderung erlebnisintensiven, zu Eigeninitiative herausfordernden Lernens, insbesondere mit den Methoden der Schullandheim- und Erlebnispädagogik.

(3)  Der Satzungszweck wird verwirklicht insbesondere durch Durchführung wissenschaftlicher Aus- und Fortbildungsveranstaltungen sowie durch Forschungsvorhaben auf dem Gebiet der Schullandheim- und Erlebnispädagogik. Dabei sollen einerseits Erkenntnisse der Wissenschaft in die jeweilige Praxis übertragen werden, andererseits Probleme der Praxis wissenschaftlich erforscht werden.

(4)  Vorrangiger Zielpunkt des Satzungszweckes ist die wissenschaftliche Begleitung von Schullandheimaufenthalten und erlebnispädagogischen Initiativen mit jungen Menschen aus finanziell schwachen Verhältnissen sowie Risikogruppen. Aus diesem Grunde bemüht sich der Verein um das Zustandekommen solcher Maßnahmen durch sozialpädagogische und materielle Unterstützung.

§ 3 Selbstlosigkeit

(1)  Der Verein ist selbstlos tätig; er verfolgt nicht in erster Linie eigenwirtschaftliche Zwecke.

(2)  Mittel des Vereins dürfen nur für die satzungsgemäßen Zwecke verwendet werden. Die Mitglieder erhalten in ihrer Eigenschaft als Mitglieder keine Zuwendungen aus Mitteln des Vereins. Aufwandsentschädigungen können nach Beschluß und Maßgabe der Mitgliederversammlung gewährt werden.

(3)  Die Mitglieder erhalten bei ihrem Ausscheiden oder bei Auflösung oder Aufhebung des Vereins keine Anteile des Vereinsvermögens.

(4)  Es darf keine Person durch Ausgaben, die dem Zweck der Körperschaft fremd sind, oder durch unverhältnismäßig hohe Vergütungen begünstigt werden.

§ 4 Mitgliedschaft

(1)  Mitglied des Vereins kann jede natürliche Person werden, die seine Ziele (§ 2) unterstützt. Zur Erlangung der Mitgliedschaft ist ein schriftlicher Antrag an den geschäftsführenden Vorstand zu stellen. Dieser entscheidet über die Annahme. Gegen einen ablehnenden Bescheid kann Berufung bei der Mitgliederversammlung eingelegt werden, die endgültig entscheidet.

(2)  Die Mitgliedschaft erlischt durch Austritt, Ausschluß oder Tod des Mitglieds,

(3)  Der Austritt eines Mitgliedes ist jederzeit möglich. Er erfolgt durch schriftliche Erklärung gegenüber dem geschäftsführenden Vorstand; eingezahlte Beiträge sind nicht erstattungsfähig.

(4)  Wenn ein Mitglied gegen Ziele und Interessen des Vereins schwer verstoßen hat oder trotz Mahnung mit dem Beitrag länger als 45 Tage im Rückstand bleibt, so kann es durch den Vorstand mit sofortiger Wirkung ausgeschlossen werden. Dem Mitglied muß vor Beschlußfassung Gelegenheit zur Rechtfertigung gegeben werden.

§ 5 Organe des Vereins Organe des Vereins sind: - die Mitgliederversammlung - der geschäftsführende Vorstand - der erweiterte Vorstand - das Kuratorium - Fach- und Regionalgruppen. § 6 Mitgliederversammlung

(1)  Die Mitgliederversammlung ist mindestens einmal pro Jahr einzuberufen.

(2)  Die Mitgliederversammlung ist beschlußfähig, wenn mindestens 50% der Mitglieder anwesend sind.

(3)  Jedes Mitglied hat in der Mitgliederversammlung eine Stimme. Es ist möglich, ein anderes Mitglied schriftlich zur Stimmabgabe zu bevollmächtigen. Dabei dürfen von einem Mitglied jedoch nicht mehr als drei Mitglieder vertreten werden.

(4)  Außerordentliche Mitgliederversammlungen sind einzuberufen, wenn das Interesse des Vereins es erfordert oder die Berufung von einem Drittel sämtlicher Vereinsmitglieder unter Angabe der Gründe vom Vorstand verlangt wird.

(5)  Die Einberufung der Mitgliederversammlung erfolgt schriftlich durch den Vorstand unter Wahrung einer Einladungsfrist von 14 Tagen unter gleichzeitiger Bekanntgabe der Tagesordnung.

(6)  Die Mitgliederversammlung beschließt, soweit die Satzung nichts anderes bestimmt, mit einfacher Mehrheit der abgegebenen gültigen Stimmen. Stimmenthaltungen bleiben außer Betracht. Bei Beschlußunfähigkeit ist der Vorstand verpflichtet, eine zweite Mitgliederversammlung mit gleicher Tagesordnung einzuberufen; diese ist ohne Rücksicht auf die Zahl der erscheinenden Mitglieder beschlußfähig.

(7)  Die Mitgliederversammlung ist das oberste Beschlußorgan des Vereins. Sie entscheidet über

a)  die Genehmigung des Jahresberichtes und der Jahresabrechnung, die ihr vorzulegen sind, sowie über die Entlastung des Vorstandes;

b)  die Bestellung eines Rechnungsprüfers, der dem Vorstand nicht angehören darf, und der die Buchführung einschließlich Jahresabschluß zu prüfen und über das Ergebnis vor der Mitgliederversammlung in mündlicher oder schriftlicher Form zu berichten hat;

c)  dieWahldesVorstandes;

d)  Satzungsänderungen;

e)  Entgegennahme des Geschäfts- und Finanzberichtes sowie deren Genehmigung;

f)  Festlegung des Mitgliedsbeitrages;

  1. g)  die Geschäftsordnung ("Vereinsordnung") mit Regelungen über den Betrieb, der nach § 2 (2) vom Verein getragenen Einrichtungen, sowie über die Arbeit der Organe;

h)  die Auflösung des Vereins.

  1. (8)  Das Personal der Einrichtungen ist berechtigt, an den Mitgliederversammlungen teilzunehmen.

§ 7 Geschäftsführender Vorstand

  1. (1)  Der geschäftsführende Vorstand bestellt aus dem 1. Vorsitzenden und zwei Stellvertretern.
  2. (2)  Die Vorstandsmitglieder besitzen Einzelvertretungsbefugnis. Sie vertreten den Verein gerichtlich und außergerichtlich im Sinne des § 26 BGB.
  3. (3)  Der geschäftsführende Vorstand wird von der Mitgliederversammlung für drei Jahre gewährt. Wiederwahl ist möglich. Alle Mitglieder des Vorstandes werden von der Mitgliederversammlung in gesonderten Wahlgängen bestimmt. Die jeweils amtierenden Vorstandsmitglieder bleiben nach Ablauf ihrer Amtszeit solange im Amt, bis ihre Nachfolger gewählt sind und ihre Amtstätigkeit aufnehmen können.
  4. (4)  Satzungsänderungen, die von Aufsichts-, Gerichts- und Finanzbehörden aus formalen Gründen verlangt werden, kann der geschäftsführende Vorstand von sich aus vornehmen. Sie sind bei der nächsten Mitgliederversammlung vorzulegen.

§ 8 Erweiterter Vorstand (1) Der erweiterte Vorstand besteht aus dem geschäftsführenden Vorstand sowie den Sprecherinnen von Kuratorium und Fach- bzw. Regionalgruppen.

  1. (2)  Der erweiterte Vorstand beschließt nach vorheriger Prüfung der Satzungskonformität auf Antrag die Aufnahme neuer Fach- und Regionalgruppen.
  2. (3)  Der erweiterte Vorstand prüft auf Antrag und entscheidet über die Durchführung von Projekten überregionaler Bedeutung (Tagungen, Kongresse, Veröffentlichungen, Öffentlichkeitsarbeit etc.).
  3. (4)  Der erweiterte Vorstand tagt mindestens zweimal im Jahr.

§ 9 Kuratorium

  1. (1)  In das Kuratorium sollen Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens, herausragende Förderer der satzungsmäßigen Ziele, ausgewiesene Wissenschaftler und vorbildliche Praktiker vom geschäftsführenden Vorstand berufen werden.
  2. (2)  Die berufenen Mitglieder des Kuratoriums bestimmen ihre Sprecherin selbst. Die Sprecherin hat Sitz und Stimme im erweiterten 'Vorstand.

§ 10 Fach- und Regionalgruppen

  1. (1)  Fach- und Regionalgruppen dienen dem Verfolg spezieller fachlicher oder regionaler Zielpunkte im Sinne des Satzungszweckes nach § 2 (2), (3) und (4).
  2. (2)  Fach- und Regionalgruppen können nach Bedarf gebildet werden.
  3. (3)  Über die Einrichtung von Fach- und Regionalgruppen entscheidet der erweiterte Vorstand.

§ 11 Beurkundung der Beschlüsse Die in Mitgliederversammlungen und Vorstandssitzungen gefaßten Beschlüsse sind schriftlich niederzulegen und vom jeweiligen Versammlungsleiter und dem Protokollführer zu unterzeichnen. § 12 Geschäftsführung

  1. (1)  Der geschäftsführende Vorstand leitet den Verein nach den Beschlüssen der Mitgliederversammlung, führt die Geschäfte und verwaltet das Vermögen des Vereins.
  2. (2)  Der geschäftsführende Vorstand kann die Führung der laufenden Geschäfte einem Geschäftsführer übertragen, der insoweit für den Verein handelt. Seine Bestellung sowie seine Vollmachten sind durch einstimmigen Vorstandsbeschluß festzulegen. Der Geschäftsführer nimmt mit beratender Stimme an den Vorstandssitzungen teil.

§ 13 Auflösung des Vereins und Vermögensbindung

  1. (1)  Für den Beschluß, die Satzung zu ändern oder den Verein aufzulösen ist eine 3/4 Mehrheit der in der Mitgliederversammlung anwesenden Mitglieder erforderlich. Der Beschluß kann nur nach rechtzeitiger Ankündigung in der Einladung zur Mitgliederversammlung gefaßt werden.
  2. (2)  Bei Auflösung oder Aufliebung des Vereins oder bei Wegfall seines bisherigen Zwecks fällt das Vermögen des Vereins an den Deutschen Paritätischen Wohlfahrtsverband, der es unmittelbar und ausschließlich für gemeinnützige Zwecke zu verwenden hat.